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Entstauungstherapie in Kiel

Lymphdrainage

Sanfte, rhythmische Grifftechnik, die gestaute Gewebeflüssigkeit in Bewegung bringt – bei Schwellungen nach Operationen, bei Lymphödem und Lipödem.

Holtenauer Straße, Kiel Kasse und privat Auf ärztliche Verordnung Auch als Hausbesuch
MLD-30, MLD-45 oder MLD-60 je nach Verordnung
Verordnung innerhalb von 28 Tagen beginnen
Abrechnung direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse
Befund und Verlauf in jeder Sitzung dokumentiert

Anwendungsgebiete

Wann Lymphdrainage verordnet wird

Nach einer Operation, nach einer Verletzung oder bei einem dauerhaft geschwächten Lymphsystem staut sich Flüssigkeit im Gewebe. Die manuelle Lymphdrainage leitet sie über gesunde Bahnen ab – verordnet wird sie unter anderem bei Lymphödem und Lipödem, bei Schwellungen nach Gelenk- und Brustoperationen sowie nach Sportverletzungen.

Nach Operationen

Nach Knie-, Hüft- und Schulteroperationen sowie nach Eingriffen an der Brust schwillt das Gewebe an. Die Entstauung schafft Platz, damit Sie den Arm oder das Bein wieder freier bewegen können.

Lymphödem und Lipödem

Bei chronischen Ödemen ist die Lymphdrainage Teil einer längerfristigen Therapie – häufig in Kombination mit Kompression und Bewegung, wiederkehrend über mehrere Verordnungen.

Nach Verletzungen

Prellungen, Verstauchungen und Brüche hinterlassen Schwellungen, die den Heilungsverlauf bremsen. Frühe Entstauung unterstützt die Beweglichkeit im weiteren Aufbau.

Ablauf einer Sitzung

Leichter Druck, viele Wiederholungen

Die Lymphdrainage arbeitet mit sehr leichtem Druck. In kreisenden, pumpenden und schöpfenden Griffen folgen unsere Hände dem Verlauf der Lymphbahnen, immer vom Rumpf zur Peripherie hin geöffnet und dann zurück. Begonnen wird an Hals und Rumpf, damit die Abflusswege frei sind, erst danach folgt die geschwollene Region.

Viele Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als beruhigend; Schmerzen gehören nicht dazu. Wo es sinnvoll ist, ergänzen wir Kompression, Atem- und Bewegungsübungen, die den Abtransport zwischen den Terminen aufrechterhalten.

  • Kurzer Befund: Umfang, Hautzustand, Beweglichkeit
  • Entstauung der Lymphknoten an Hals und Rumpf
  • Rhythmische Griffe entlang der betroffenen Bahnen
  • Bei Bedarf Kompression oder Bandagierung im Anschluss
  • Übungen für zu Hause, die den Abfluss unterstützen
  • Notiz zum Verlauf für den nächsten Termin

Typische Anlässe

Damit kommen Patientinnen und Patienten zu uns

Die Verordnung kommt meist aus der Klinik, von der Hausarztpraxis oder aus der orthopädischen Nachsorge – diese Anlässe sehen wir am häufigsten.

  • Schwellungen nach Gelenkoperationen an Knie, Hüfte, Sprunggelenk oder Schulter
  • Armschwellung nach Brustoperationen und nach Entfernung von Lymphknoten
  • Ödeme nach Verletzungen: Prellungen, Bänderrisse, Brüche nach der Gipsabnahme
  • Chronisches Lymphödem an Armen oder Beinen über längere Behandlungszeiträume
  • Lipödem mit Spannungsgefühl und Druckempfindlichkeit in den Beinen
  • Schwellungen nach längerer Ruhigstellung oder eingeschränkter Beweglichkeit

Behandlungsablauf

So läuft eine Entstauung bei uns ab

Eine Manuelle Lymphdrainage ist keine kräftige Massage, sondern eine sehr sanfte Grifftechnik direkt auf der Haut. Wir arbeiten mit kreisenden Schub- und Pumpgriffen und geringem Druck, damit sich die feinen Lymphgefäße öffnen und die eingelagerte Gewebeflüssigkeit in Richtung der gesunden Lymphknoten abfließen kann. Deshalb beginnt jede Sitzung nicht an der Schwellung selbst, sondern am Hals und am Rumpf. Wie lange die einzelnen Abschnitte dauern, richtet sich nach der verordneten Behandlungszeit und nach dem betroffenen Körperabschnitt.

Die vier Phasen einer Sitzung

Reihenfolge und Inhalt sind bei jeder Behandlung gleich aufgebaut, die Schwerpunkte setzen wir je nach Befund.

Schwellung erfassen

Wir sehen uns die betroffene Region an, tasten das Gewebe ab und prüfen, ob es sich weich eindrücken lässt oder bereits verhärtet ist. Bei Arm oder Bein messen wir bei Bedarf den Umfang an festen Messpunkten, um Veränderungen über die Behandlungsserie hinweg nachvollziehen zu können.

Rückfragen zur Vorgeschichte

Wichtig sind für uns Operationen, entfernte oder bestrahlte Lymphknoten, Wundverhältnisse, Herz- und Nierenerkrankungen sowie akute Infekte. Manche dieser Punkte sprechen gegen eine Behandlung an diesem Tag, dann halten wir Rücksprache mit der verordnenden Praxis.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen

Die ärztliche Verordnung, vorhandene Kompressionsstrümpfe oder Bandagen sowie bequeme Kleidung, die den betroffenen Körperabschnitt frei lässt. Trinken Sie vor und nach der Sitzung ausreichend und planen Sie danach keinen sportlichen Termin ein — viele Patientinnen und Patienten sind nach der Entstauung angenehm müde und müssen häufiger zur Toilette.

Rezept und Praxis

Verordnung, Behandlungszeit und typische Fälle

Manuelle Lymphdrainage ist ein Heilmittel und wird ärztlich verordnet. Auf dem Rezept steht neben der Diagnose die Behandlungszeit — üblich sind 30, 45 oder 60 Minuten. Diese Zeit gibt vor, wie viele Körperabschnitte in einer Sitzung bearbeitet werden können. Häufig ist zusätzlich eine Kompressionsbandagierung verordnet. Kassenpatientinnen und -patienten zahlen die gesetzliche Zuzahlung, Privatversicherte und Selbstzahler erhalten eine Rechnung nach unserer Preisliste.

Heller Behandlungsraum mit leerer Therapieliege, Rollhocker, Sprossenwand und Regal mit Therapiebällen

Fragen zu: Krankengymnastik, Manuelle Therapie

Schildern Sie kurz, worum es geht – Physiopraxis Nord meldet sich mit einer Einschätzung.