Massage löst, was sich festgesetzt hat
Klassische Massagetechniken für verspannte Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur – einzeln oder als Begleitung zu Krankengymnastik und Manueller Therapie.
Was eine klassische Massage bewirkt
Wir arbeiten mit den klassischen Griffen der Massagetherapie und wählen sie nach Befund aus – nicht nach festem Schema.
Wirkung auf die Muskulatur
Klassische Massagetechniken wirken gezielt auf die Muskulatur. Streichungen (Effleurage) bereiten das Gewebe vor, Knetungen (Petrissage) lockern tiefere Muskelschichten, Reibungen und Vibrationen können den Muskeltonus senken. So lässt sich verklebtes Bindegewebe wieder verschieblicher gestalten, und druckempfindliche Punkte können gezielt angegangen werden.
Durchblutung und Wahrnehmung
Durch die mechanische Reizsetzung wird die lokale Durchblutung angeregt, was den Abtransport von Stoffwechselprodukten begünstigen kann. Über das Nervensystem stellt sich häufig eine spürbare Entspannung ein. In der Praxis zeigt sich dadurch oft eine bessere Ausgangslage für anschließende aktive Übungen.
Die Griffe, mit denen wir arbeiten
Eine Einheit setzt sich aus mehreren Techniken zusammen: sie beginnt flächig und ruhig, wird im Mittelteil tiefer und endet wieder ausstreichend.
Streichungen
Flächige, gleichmäßige Züge entlang der Muskelfaser. Sie eröffnen und beenden jede Einheit, wärmen das Gewebe an und nehmen der Muskulatur die Abwehrspannung.
Knetungen
Das Gewebe wird abgehoben, gerollt und wieder abgesetzt. Damit erreichen wir tiefere Schichten, etwa den oberen Anteil des Trapezmuskels bei Nackenbeschwerden.
Reibungen
Kleinflächige, kreisende Arbeit mit Fingerkuppe oder Daumen an einzelnen druckempfindlichen Punkten und an Muskelansätzen nahe der Wirbelsäule.
Vibrationen
Feine, schnelle Erschütterungen auf der Muskulatur. Sie wirken eher lösend als kräftigend und werden am Ende einer Behandlung eingesetzt.
Wärme als Vorbereitung
Auf Verordnung kann vor der Massage eine Wärmeanwendung stehen. Angewärmtes Gewebe lässt sich tiefer und mit weniger Druck bearbeiten.
Alle Leistungen im Überblick
Massage ist eine von sechs Leistungen der Praxis – von Krankengymnastik bis Hausbesuch.
Behandlungsablauf
So läuft Ihre Massage ab
Eine Massage dauert bei uns in der Regel 20 bis 30 Minuten reine Behandlungszeit, zuzüglich Nachruhe. Planen Sie bitte etwa 40 Minuten ein.
Wir arbeiten immer in derselben Reihenfolge: zuerst tasten, dann flächig lösen, dann gezielt in die verspannte Stelle gehen und am Ende beruhigen. So bleibt die Behandlung nachvollziehbar, und Sie merken selbst, welche Griffe Ihnen guttun.

Wir fragen nach Ort, Art und Verlauf der Beschwerden, nach Vorerkrankungen und Medikamenten. Danach tasten wir die betroffene Region ab und markieren gedanklich die Stellen, die auf Druck verhärtet oder druckempfindlich reagieren. Dieser Befund bestimmt Druckstärke und Dauer.

Sie liegen bequem auf der Liege, bei Nackenbeschwerden mit abgestütztem Kopf, bei Rückenbeschwerden mit Knierolle. Mit flächigen Streichungen (Effleurage) bringen wir die Haut und die oberen Muskelschichten in Durchblutung und gewöhnen das Gewebe an die Berührung.

Es folgen Knetungen (Petrissage): Die Muskulatur wird angehoben, gegen die Faser verschoben und wieder abgesetzt. Dieser Wechsel von Druck und Entlastung senkt die Grundspannung und ist der eigentliche Hauptteil der klassischen Massage.

Verhärtete Punkte, oft Myogelosen genannt, bearbeiten wir mit Reibungen (Friktionen) und gehaltenem Druck. Hier gilt: deutlich spürbar, aber nicht schmerzhaft. Sagen Sie uns, wenn der Druck zu stark wird, wir regeln ihn sofort herunter.

Zum Abschluss beruhigen wir das Gewebe mit langsamen Ausstreichungen und Vibrationen. Danach ruhen Sie kurz nach, damit der Kreislauf sich einstellt. Zum Schluss erhalten Sie zwei bis drei Hinweise für die nächsten Tage, etwa Trinken, Wärme und leichte Bewegung.
Typische Fälle
Häufige Beschwerden und unser Vorgehen
Die meisten Patientinnen und Patienten kommen mit Verspannungen, die sich seit Wochen aufgebaut haben. Welche Griffe wir wählen, hängt davon ab, wo die Spannung sitzt und was sie auslöst. Fünf Bilder sehen wir besonders oft – und jedes behandeln wir anders.
- Nacken und Schultern nach Bildschirmarbeit: Spannung im Kapuzenmuskel (Musculus trapezius) und an den Schulterblättern. Wir arbeiten in Bauch- oder Sitzlage, lösen zuerst den Schultergurt, dann die Ansätze am Hinterkopf, und zeigen Ihnen zwei Dehnungen für den Arbeitsplatz.
- Unterer Rücken bei langem Sitzen oder Heben: Betroffen ist meist die lange Rückenmuskulatur neben der Wirbelsäule. Lagerung mit Knierolle entlastet, danach folgen längs verlaufende Knetungen und Friktionen am Becken-Kreuzbein-Übergang.
- Muskelkater und Spannung nach dem Sport: Hier arbeiten wir bewusst flacher und kürzer, um das Gewebe nicht zusätzlich zu reizen. Ziel ist Durchblutung und Lockerung, nicht tiefer Druck.
- Schonhaltung nach Operation oder Verletzung: Wenn eine Körperseite über Wochen entlastet wurde, verspannt die Gegenseite. Wir behandeln beide Seiten und stimmen das Vorgehen mit Ihrer laufenden Krankengymnastik ab.
- Spannungskopfschmerz mit Ursprung im Nacken: Vorsichtige Griffe an Nacken, Hinterkopf und Kiefermuskulatur, mit geringerem Druck und längeren Pausen zwischen den Griffen.
Wann wir nicht massieren

Vor dem Termin
Verordnung, Kosten und Vorbereitung
Eine Massage können Sie mit ärztlicher Verordnung oder als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen. Beides ist bei uns möglich, der Behandlungsablauf unterscheidet sich nicht. Unterschiedlich sind nur Anzahl, Dauer und Abrechnung der Termine.
Mit ärztlicher Verordnung
- Ihre Ärztin oder Ihr Arzt legt Art und Anzahl der Behandlungen auf dem Rezept fest.
- Die Abrechnung läuft bei Kassenpatienten direkt über die Krankenkasse; es bleibt die gesetzliche Eigenbeteiligung.
- Beginn und Abstände der Termine sind an die Fristen der Verordnung gebunden.
- Bringen Sie das Rezept bitte zum ersten Termin mit, sonst können wir nicht abrechnen.
Als Selbstzahlerleistung
- Kein Arztbesuch nötig, Sie vereinbaren direkt bei uns einen Termin.
- Dauer und Häufigkeit bestimmen Sie gemeinsam mit uns, auch als regelmäßiger Termin zur Vorbeugung.
- Die Kosten tragen Sie selbst; wir nennen sie Ihnen vor der Behandlung verbindlich.
- Eine Erstattung durch die Krankenkasse ist in diesem Fall nicht vorgesehen.
- Verordnung, Versichertenkarte und, falls vorhanden, Vorbefunde mitbringen
- Zwei Stunden vor dem Termin keine schwere Mahlzeit
- Bequeme Kleidung, die sich leicht öffnen lässt; Handtücher stellen wir
- Schmuck an Hals und Handgelenken vorher abnehmen
- Nach der Behandlung ausreichend trinken und keine schwere Last heben
- Etwa fünf Minuten vor dem Termin eintreffen, damit die Nachruhe erhalten bleibt
Nachgefragt
Häufige Fragen zur Massage
Termin für Ihre Massage vereinbaren
Montag bis Freitag von 7:30 bis 19:00 Uhr, Termine nach Vereinbarung. Sagen Sie uns am Telefon kurz, wo die Verspannung sitzt – dann planen wir die passende Behandlungsdauer ein.
