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Physiotherapie an der Holtenauer Straße

Manuelle Therapie in Kiel

Wir untersuchen und behandeln Gelenke, Muskeln und Nerven mit den Händen – gezielt an der Stelle, an der die Beweglichkeit fehlt oder der Schmerz entsteht.

Kiel, Holtenauer Straße 100 Termine nach Vereinbarung
Jede Behandlung beginnt mit einem Befund
Behandlung ohne Geräte, nur mit den Händen
Übungen für zuhause nach jeder Sitzung
Befundbericht an die verordnende Praxis auf Wunsch

Das Prinzip

Behandeln mit den Händen

Bei der Manuellen Therapie sind die Hände Untersuchungs- und Behandlungsinstrument zugleich: Sie prüfen Gelenk, Muskel und Nerv und arbeiten dort weiter, wo sich die Einschränkung zeigt.

Erst untersuchen

Zu Beginn der Manuellen Therapie steht ein strukturierter Befund. Wir prüfen die Beweglichkeit einzelner Gelenke Stück für Stück, untersuchen das Gelenkspiel, die Muskelspannung und das Gleiten der Nerven im umgebenden Gewebe. Dabei vergleichen wir mit der Gegenseite, um Unterschiede einzuordnen. Häufig liegt die Ursache nicht am Beschwerdeort selbst – bei Knieschmerzen kann beispielsweise die Hüfte beteiligt sein.

Dann behandeln

Auf Basis dieses Befunds setzen wir mobilisierende Techniken ein, ergänzt durch Traktion und Weichteiltechniken an verspannter oder verkürzter Muskulatur. Alle Maßnahmen werden dosiert und in Absprache mit Ihnen durchgeführt, abgestimmt auf Ihre Beschwerden und Belastbarkeit. Im Anschluss folgen aktive Übungen, die das gewonnene Bewegungsausmaß stabilisieren und in den Alltag übertragen.

  • Eingeschränkte Beweglichkeit – ein Gelenk lässt sich nicht mehr bis zum Ende führen, etwa das Knie nach einer Operation oder der Fuß nach längerer Entlastung
  • Nacken- und Kopfbeschwerden – steife Halswirbelsäule, Drehen im Auto fällt schwer, Schmerz zieht in Hinterkopf oder Schulter
  • Kieferbeschwerden – Knacken beim Öffnen, Spannung im Kaumuskel, Beschwerden nach Zahnbehandlungen oder bei nächtlichem Pressen
  • Schulterprobleme – der Arm lässt sich nicht mehr über Kopf heben, Schmerz beim Anziehen oder beim Liegen auf der betroffenen Seite
  • Blockierungen in der Wirbelsäule – plötzlich einschießender Schmerz im unteren Rücken oder zwischen den Schulterblättern, Atmen tut weh
  • Beschwerden nach Ruhigstellung – nach Gips, Schiene oder Orthese ist das Gelenk fest geworden und braucht geführte Mobilisation

Aufbau der Behandlung

Drei Bausteine jeder Sitzung

Befund, Mobilisation und Stabilisation greifen ineinander: Ohne den Befund fehlt das Ziel, ohne die Übung hält das Ergebnis der Mobilisation nur bis zum nächsten Alltagstag.

Befund

Wir fragen nach Verlauf, Belastung und Tagesablauf und prüfen dann Gelenk für Gelenk: aktives und passives Bewegungsausmaß, Gelenkspiel, Muskellänge, Nervenbeweglichkeit. Das Ergebnis halten wir fest, damit sich Veränderungen über die Serie hinweg vergleichen lassen.

Ort
Erstbefund in der ersten Sitzung
Dokumentation
Verlaufsnotiz je Termin

Mobilisation

Mit geführten, dosierten Griffen bewegen wir das Gelenk in die eingeschränkte Richtung, lösen Spannung im umliegenden Gewebe und nutzen Traktion zur Entlastung. Intensität und Richtung stimmen wir laufend mit Ihrer Rückmeldung ab.

Technik
Ohne Geräte, nur mit den Händen
Dosierung
Nach Rückmeldung angepasst

Stabilisation

Gewonnene Beweglichkeit wird aktiv gesichert: zwei bis vier Übungen, die Sie zuhause ohne Ausrüstung durchführen können, dazu Hinweise für Sitzhaltung, Schlafposition oder Training. Beim nächsten Termin gehen wir sie gemeinsam durch.

Umfang
2–4 Übungen für zuhause
Fortsetzung
Weiter am Gerät möglich
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    Befund am Anfang

    Wir fragen nach Schmerzverlauf, Beruf und Belastung und prüfen dann Beweglichkeit, Gelenkspiel und Kraft im Seitenvergleich. Das Ergebnis halten wir fest, damit sich Fortschritt später auch messen lässt.

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    Gewebe vorbereiten

    Warme Hände, Weichteiltechniken an Muskeln und Faszien, bei Bedarf Wärme. Entspanntes Gewebe lässt sich schonender mobilisieren als verspanntes, deshalb steht dieser Schritt vor der Gelenktechnik.

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    Gelenk mobilisieren

    Gezielte Mobilisation: Wir führen das Gelenk mit dosiertem Zug oder Gleiten in die eingeschränkte Richtung, in kleinen, wiederholten Bewegungen und innerhalb Ihrer Schmerzgrenze.

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    Nerven und Narben

    Wenn Kribbeln oder Ausstrahlung im Spiel ist, behandeln wir die Gleitfähigkeit der Nervenbahnen; nach Operationen zusätzlich die Narbe, sobald sie belastbar verschlossen ist.

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    Üben und nachprüfen

    Am Ende testen wir die behandelte Bewegung erneut und Sie nehmen zwei bis vier kurze Übungen für zu Hause mit – wenige Minuten täglich halten das Ergebnis.

Aus der Praxis

Häufige Beschwerdebilder

Drei Anlässe sehen wir in Kiel besonders oft. Die Technik bleibt dieselbe, der Ansatzpunkt unterscheidet sich deutlich.

Schulter nach langer Schonung

Nach Sturz, Operation oder Wochen im Tragegurt verliert die Schulter zuerst das Anheben zur Seite und das Drehen nach außen. Wir mobilisieren das Schultergelenk und das Gleiten des Schulterblatts auf dem Brustkorb, lösen die umliegende Muskulatur und bauen die Bewegung Grad um Grad wieder auf.

Physiotherapeutin mobilisiert mit beiden Händen die Schulter einer auf der Behandlungsliege liegenden Patientin

Nacken, Kopfschmerz und Schreibtisch

Blockierte Bewegungen der oberen Halswirbel und ein überlasteter Kiefer- und Nackenbereich zeigen sich oft als dumpfer Kopfschmerz. Wir behandeln die betroffenen Segmente sehr dosiert, entlasten die kurze Nackenmuskulatur und gehen Ihre Sitzposition durch.

  • Prüfung der Halswirbelsäule Segment für Segment
  • Entlastung von Nacken, Kiefer und Brustwirbelsäule
  • Übungen für den Arbeitstag, nicht für die Matte

Knie und Sprunggelenk im Sport

Nach Umknicken oder Meniskusbehandlung fehlt meist die letzte Beugung oder die Streckung. Wir stellen das Gelenkspiel wieder her, behandeln Narben und Kapsel und gehen dann in die Belastung – bei Bedarf weiter an den Geräten unserer Praxis.

Welche Verordnung brauche ich?
Die ärztliche Verordnung muss ausdrücklich Manuelle Therapie als Heilmittel nennen; steht dort nur Krankengymnastik, behandeln wir auch nur diese. Ausgestellt wird sie von Hausärztin, Orthopädin oder nach einer Operation von der Klinik. Bringen Sie das Original zum ersten Termin mit – wir prüfen Vollständigkeit und Fristen gemeinsam mit Ihnen.
Kassen- oder Privatpatient
Bei gesetzlich Versicherten rechnen wir direkt mit Ihrer Krankenkasse ab; es bleibt die gesetzliche Eigenbeteiligung plus Rezeptgebühr, sofern Sie nicht befreit sind. Privatversicherte und Selbstzahler erhalten eine Rechnung nach unserer Preisliste, die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen. Den für Sie geltenden Satz nennen wir vorab am Telefon, bevor der erste Termin stattfindet.
Wenn die Verordnung ausläuft
Manuelle Therapie geben wir nur auf ärztliche Verordnung ab, als Kassen- oder Privatrezept. Brauchen Sie nach Ablauf der Verordnung weitere Einheiten, sprechen Sie Ihre Praxis auf eine Folgeverordnung an. Sind Beschwerden neu, tun sie nachts weh oder strahlen sie in Arm oder Bein aus, gehört das ohnehin zuerst in die ärztliche Abklärung.
Was Sie zum Termin mitbringen
Bequeme Kleidung, in der Schulter, Rücken oder Knie zugänglich sind, sowie vorhandene Befunde – Röntgen- oder MRT-Bericht, Operationsbericht, Entlassungsbrief. Nützlich ist außerdem eine kurze Notiz, wann der Schmerz am stärksten ist und welche Bewegung ihn auslöst.
Termine, Zeiten und Hausbesuche
Wir behandeln montags bis freitags von 7:30 bis 19:00 Uhr, Termine nach Vereinbarung. Hausbesuche finden dienstags und donnerstags statt – sinnvoll, wenn Sie nach einer Operation noch nicht mobil sind. Sagen Sie einen Termin bitte frühzeitig ab, dann kann ihn jemand anderes nutzen.
Wenn Manuelle Therapie nicht passt
Bei frischen Brüchen, akuten Entzündungen, unbehandelter Osteoporose oder unklaren Beschwerden halten wir uns zurück und sprechen mit Ihrer Ärztin. In solchen Fällen arbeiten wir zunächst mit Lymphdrainage, Krankengymnastik oder sehr sanften Weichteiltechniken weiter.

Bereit für eine Behandlung mit Händen?

Wir klären Ihre Beschwerden und besprechen die passende Behandlung.