Manuelle Therapie
Gezielte Behandlung von Gelenken und Muskulatur mit den Händen: Wir untersuchen, welche Struktur die Bewegung bremst, lösen sie und sichern das Ergebnis mit Übungen.
Wann Manuelle Therapie sinnvoll ist
Wenn ein Gelenk nicht mehr den vollen Weg mitgeht, sich eine Bewegung sperrt oder ein Schmerz bei jeder Drehung wiederkommt, arbeiten wir an der Gelenkfunktion selbst – nicht nur an der Muskulatur darum herum.
Bewegungseinschränkung
Der Arm kommt nicht mehr über Schulterhöhe, der Kopf lässt sich beim Schulterblick nicht weit genug drehen, das Knie streckt nicht ganz durch. Wir suchen, welche Gelenkstruktur den Weg begrenzt, und erweitern ihn schrittweise.
Blockade
Eine Bewegung sperrt plötzlich und schmerzt in einem sehr genau beschreibbaren Punkt. Solche Zustände betreffen häufig kleine Wirbelgelenke, das Iliosakralgelenk oder die Rippengelenke.
Schmerz bei Belastung
Beschwerden, die bei bestimmten Bewegungen zuverlässig wiederkehren – beim Treppensteigen, beim Aufstehen vom Stuhl oder beim Kauen. Hier prüfen wir Gelenkspiel und Muskelspannung gemeinsam.
So behandeln wir
Am Anfang steht der Befund: Wir bewegen das Gelenk passiv durch und vergleichen die Seiten, bevor wir eine Technik auswählen.
Zu Beginn prüfen wir die Beweglichkeit Ihrer Gelenke und den Zustand der umliegenden Muskulatur, um die Ursache der Beschwerden einzugrenzen. Darauf aufbauend lösen wir mit gezielten Handgriffen blockierte und steife Gelenkstrukturen. Im Anschluss erarbeiten wir mit Ihnen stabilisierende Übungen, damit die gewonnene Beweglichkeit im Alltag erhalten bleibt.
Die Techniken sind dosiert und werden mit Ihnen abgestimmt. Was in der Sitzung nicht angenehm ist, brechen wir ab und wählen einen anderen Weg.
Was in einer Sitzung passiert
- Gespräch zum Verlauf seit dem letzten Termin
- Bewegungsprüfung im Seitenvergleich, aktiv und passiv
- Mobilisierende Handgriffe am betroffenen Gelenk
- Behandlung der Muskulatur, die das Gelenk führt
- Zwei bis drei Übungen für zuhause, gemeinsam geübt
- Kurze Notiz, was bis zum nächsten Termin ansteht
Typische Beschwerdebilder
Am häufigsten kommen Menschen mit Nacken und Schulter zu uns – doch die gleichen Prinzipien gelten vom Kiefergelenk bis zum Fuß.
- Nacken und Schulter: eingeschränkter Schulterblick, Spannungskopfschmerz aus der Halswirbelsäule, schmerzhafter Bogen beim Heben des Arms
- Kiefergelenk: Knacken beim Öffnen, begrenzte Mundöffnung, Beschwerden nach Zahnbehandlung oder nächtlichem Pressen
- Hüfte und Knie: Anlaufschmerz nach dem Sitzen, eingeschränkte Drehung der Hüfte, steifes Knie nach Ruhigstellung
- Wirbelsäule: bewegungsabhängige Beschwerden im unteren Rücken, Iliosakralgelenk, Rippengelenke bei tiefem Einatmen
- Ellenbogen, Handgelenk und Hand: Beschwerden nach längerer Belastung an Tastatur oder Werkzeug
- Sprunggelenk und Fuß: nach Umknicktrauma, wenn die Beweglichkeit nicht zurückkommt
Manuelle Therapie und Krankengymnastik im Vergleich
Beide Verfahren arbeiten mit Bewegung, setzen aber an unterschiedlichen Punkten an – häufig verordnen Ärztinnen und Ärzte sie nacheinander.
Manuelle Therapie
- Ansatz am Gelenk selbst: Gelenkspiel, Kapsel, umgebende Strukturen
- Geeignet bei Blockaden und klar eingegrenzten Bewegungsgrenzen
- Therapeutinnen und Therapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation
- Benötigt eine eigene ärztliche Verordnung
Krankengymnastik
- Ansatz über aktive Bewegung, Kräftigung und Koordination
- Geeignet nach Operationen, bei Haltungsbeschwerden und in der Nachsorge
- Baut die in der Manuellen Therapie gewonnene Beweglichkeit aus
- Wirkt weniger direkt auf ein einzeln blockiertes Gelenk
Verordnung mitbringen
Häufige Fragen zur Manuellen Therapie
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Ablauf
So läuft eine Sitzung ab
In einer Sitzung Manuelle Therapie erfassen wir zunächst Ihre Beschwerden und untersuchen die betroffenen Gelenke und Muskeln, bevor wir gezielt mit sanften Grifftechniken an der Ursache arbeiten. Eine Einheit dauert in der Regel 20 bis 25 Minuten.
Vier Schritte je Termin
Kurzes Gespräch

Wir fragen nach Ihren Beschwerden seit dem letzten Termin: Wo zieht es, welche Bewegung fällt schwer, wie hat der Körper auf die letzte Behandlung reagiert. Bei der ersten Sitzung nehmen wir uns zusätzlich Zeit für Vorgeschichte, Operationen und die ärztliche Verordnung.

Wir fragen nach Ihren Beschwerden seit dem letzten Termin: Wo zieht es, welche Bewegung fällt schwer, wie hat der Körper auf die letzte Behandlung reagiert. Bei der ersten Sitzung nehmen wir uns zusätzlich Zeit für Vorgeschichte, Operationen und die ärztliche Verordnung.

Wir prüfen Beweglichkeit, Gelenkspiel und Muskelspannung im Seitenvergleich und grenzen ein, welche Struktur die Bewegung begrenzt. Daraus ergibt sich, an welchem Abschnitt wir in dieser Sitzung arbeiten – oft ist das nicht die Stelle, an der es weh tut.

Es folgen Mobilisation des Gelenks, Techniken für Muskeln und Bindegewebe sowie, wenn sinnvoll, Traktion zur Entlastung. Wir dosieren so, dass die Behandlung für Sie gut auszuhalten ist, und stimmen uns während der Griffe mit Ihnen ab.

Zum Schluss zeigen wir Ihnen ein bis zwei Übungen, die das Ergebnis zwischen den Terminen halten. Wir üben sie gemeinsam durch und halten Wiederholungen und Häufigkeit schriftlich fest, damit zu Hause keine Fragen offenbleiben.
Fragen zu: Krankengymnastik, Manuelle Therapie
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